Der Hamsterkäfig – ein gemütliches Heim

Sie sind verzückt von den kleinen Augen und dem weichen kugeligen Körper? Dann ist wohl der Hamster genau das richtige Haustier für Sie. Doch jeder pelzige Vierbeiner braucht auch sein eigenes Domizil – und das so gemütlich wie es nur geht. Lernen Sie hier den Hamster kennen und finden heraus welcher Hamsterkäfig ihm Freude macht.

Der Hamster – ein Einzelgänger

Er zieht es vor alleine in seinem Revier zu leben und es zu verteidigen: Der Hamster wird früh aus seinem Elternhaus geworfen. Von da an lebt er teilweise mit seinen Geschwistern weiter, bis zur Geschlechtsreife. Dies ist der Zeitpunkt ab dem er ganz alleine lebt.

Doch der Hamster fühlt sich nicht einsam, im Gegenteil: Hamster leben alleine in ihrem Revier und verteidigen dies sogar aggressiv. Viele Besitzer holen sich aus Besorgnis und Liebe zum Tier ein Pärchen. Dies kann in manchen Fällen funktionieren, jedoch nicht immer. Ab einem bestimmten Moment kann es zum Streit kommen, im schlimmsten Fall wird eines der beiden Tiere dabei getötet. Deshalb sollten Sie die Tiere, wenn Sie beißen und aggressiv sind, in zwei verschiedene Käfige aufteilen.

Um jedoch vorzusorgen, sollten Sie Hamster von Anfang an alleine in einem Käfig wohnen lassen. Denn die meisten aller Mittelhamster sind gestresst wenn ein weiterer Hamster bei ihm lebt. Zwerghamster sind ein wenig umgänglicher als Mittelhamster, jedoch auch nicht ausschlaggebend.

Der Käfig wird zum Traumhaus

Auch ein so kleines Tier braucht Platz zum Leben, deshalb ist die Größe des Käfigs besonders wichtig. Hier liegt das Minimum idealerweise bei einer Länge von 120 cm und einer Breite von 60 cm. Auch wenn ein Hamster viel mehr Auslauf bräuchte, bietet dieses Volumen wenigstens etwas Platz zum herumstöbern. Leider gibt es im Handel keine Hamsterkäfige in solcher Größe zu kaufen. Die meisten Hamsterkäfige fallen so klein aus, dass durch ein Laufrad und eine Futterstelle bereits alles voll gestellt ist. Somit hätte der Hamster gar keinen Platz zum leben. Wenn Sie einen Käfig in richtiger Größe gefunden haben, sollten die Käfigstäbe nicht breiter als 0,8 – 1,2 cm haben. Andernfalls kann sich der Hamster durch die Stäbe quetschen. Kontrollieren sie auch Ecken und Türrahmen.

Wenn Sie von Käfigen nicht überzeugt sind  lässt sich ein Territorium aus unbehandeltem Holz benutzen. Auch ein Aquarium ist möglich. Dieses wirkt in den eigenen Vier Wänden nicht nur schick, es ist auch gesünder für den Hamster: dieser nagt gerne an den Gitterstäben des Käfigs. Somit ist auch der lästige Klang vermieden.

Ebenso können Sie sich ihr Hamsterhaus selbst bauen: wenn Sie sich entsprechende Holzplatten, eine Plexiglasscheibe und Schrauben im Baumarkt kaufen, können Sie durch Anleitungen, die Online zu finden sind, selbst Hand anlegen. Vergessen Sie nur den Deckel nicht, falls ihr Hamster bemerkt, dass er raus kann, dann ist er weg.

Ob gekauft oder Selbstgebaut: der Hamsterkäfig sollte eine gute Luftzirkulation haben. Ebenso darf der Hamster keinen freien Fall haben, wenn er auf eine andere Ebene steigt, die zu weit weg ist. Denken sie an Zwischenebenen.

Die Inneneinrichtung für Hamster

Das Haus steht, doch nun fehlt nur noch die Einrichtung. Diese muss an die Eigenheiten des Hamsters angepasst sein.

Graben ist eines der typischen Verhalten eines Hamsters. Um ihm dies zu ermöglichen, kann ihm am Grund des Käfigs eine 30 – 40 cm hohe Streuschicht gelegt werden. Bei geringerem Interesse des Hamsters genügt eine niedrigere Schicht.

Tunnelsysteme sind ebenso Highlights für den Hamster. Hier können Sie in die Streuschicht Papp- , Holz- oder Korkrohre verwenden. Rinde lässt sich hier, sowie im restlichen Käfig wunderbar benutzen. Auf dem Grund des Käfigs sollte sich ebenso das Schlafhäuschen des Hamsters befinden.

Eine Etage darüber (wenn vorhanden) kann sich das Laufrad und weitere Röhren, Rinden und andere “Möbel” befinden. Ebenso kann sich dort das Sandbad befinden. Dieses ist die persönliche Wäsche für Hamster: Sie pflegen mit dem Sand ihr Fell und wetzen ihre Krallen ab. In Schüsseln eignet sich der Sand gut, besonders wenn es größere Schalen oder Kisten sind. Jedoch freut sich Ihr Hamster auch, wenn Sie den Sand ganz einfach austreuen, z.B. in einem abgegrenzten Abteil. Nutzen Sie hier Quarzsand oder am beliebtesten Chinchillasand, welcher speziell abgerundet ist. Achten Sie beim Kauf keinen spitzen Sand zu benutzen, der beim Einatmen Lungenschäden verursachen kann. Die Sandart hängt jedoch von der Vorliebe Ihres kleinen Freundes ab.

Die Streuschichten sollten möglichst aus Mais- Hanf- oder Leinenstreu bestehen, welches staubarm oder am besten staubfrei ist, da die Hamster sonst den Staub durchgehend einatmen. Es würde seine Atemwege belasten. Ebenso können Sie grünes, unbehandeltes Bioheu benutzen oder grünen Hafer. Dieses Material benutzen die Hamster ebenso gerne zum Bauen von Nestern.

Wasser lässt sich in kleinen Näpfen anbieten, in denen Jungtiere jedoch nicht ertrinken können. Trinkflaschen sind schwierig für Hamster zu benutzen, da es sie große Anstrengung kostet dort Wasser raus zu bekommen.

Hier noch einmal in Kürze die Einrichtung des Käfigs:

  • 30-40 cm Streuschicht
  • Tunnelsysteme
  • Schlafhäuschen
  • Rinden
  • Laufrad
  • Sandbad zum Putzen
  • Heu oder grüner Hafer zum Nester bauen
  • kleiner Wassernapf

Sauber machen

Alle zwei Tage sollte die Hamstertoilette gereinigt werden. Ebenso sollten Sie bei ihrem Neuankömmling prüfen, ob er frische Lebensmittel lagert, denn diese könnten irgendwo versteckt verderben.

Insgesamt reicht eine Großreinigung zwei mal im Jahr.

Welchen Käfig legen Sie sich am besten zu? Hier Vor- und Nachteile

Ein selbstgebauter Hamsterkäfig lässt ihrer Kreativität nicht nur freien Lauf, sondern gibt Ihrem Hamster mehr Möglichkeiten. Auch Größe und Design liegt ganz in Ihren Händen. Jedoch hat nicht jeder ein handwerkliches Geschick und ein solches Budget.

Handelsübliche Käfige sind gut durchlüftet und leicht zu öffnen, jedoch sind sie lärmintensiv und das Streu kann eventuell leichter durch das Gitter fallen, was zur Beschmutzung führt.

Bei Aquarien und Terrarien kann kein Streu die Umgebung verschmutzen und es gibt kein Nagen an Gitterstäben. Jedoch ist die Luftzirkulation schlechter und Deckel müssen selbst aus Gitter angefertigt werden.

Letztendlich ist nach Budget, Bedürfnis des Hamsters und Ihrem handwerklichen Geschick zu entscheiden, dann finden Sie den perfekten Hamsterkäfig für Ihre plüschige kleine Kugel.